Moose

Widertonmoose

 Polytrichum

 

Der Name leitet sich von „Wider-das-antun“ her, da verschiedene Arten gegen böse Zauber genutzt wurden.

Es handelt sich um relativ kräftige Moose, die lockere, hohe Rasen bilden. Wegen ihrer Größe gehören einige Arten der Gattung zu denen, die auch Laien besonders auffallen. Sie gehören auch in japanischen Moosgärten zu den dominierenden Arten.

Charakteristisch ist der Bau der Blätter. Der Blattgrund ist breit scheidig und besteht nur aus einer dünnen Zellschicht. Im vorderen Teil des Blattes füllt die Blattrippe fast die gesamte Blattspreite aus. Auf der Oberseite der Blattrippe stehen Lamellen.

Eine Besonderheit unter den Moose ist, daß die Stämmchen zwei Arten von Leitgewebe besitzen, eines für Wasser, eines für Assimilate.

Die Kapsel steht auf einer langen (3-5 cm) Seta (dem Kapselstiel). Sie ist bei den meisten Arten zumindest in trockenem Zustand deutlich 4-6-kantig. Im unreifen Zustand wird sie von einer haarigen, meist hellbraunen Haube, der Kalyptra, bedeckt. Diese haben der Gattung auch die Namen Frauenhaarmoose bzw. Haarmützenmoose eingebracht.

 

 
 Polytrichum formosum

Alle Moose der Gattung sind zweihäusig. 

Früher wurden Widertonmoose als Matratzenfüllungen und zum Dichten von Ritzen in Holzhäusern genutzt. Auch im Bootsbau wurden Fugen mit diesen Moosen gedichtet, da die Blätter eine gute Quellfähigkeit aufweisen.

 

Die Gattung der Widertonmoose ist mit rund 100 Arten weltweit verbreitet. In der Regel ziehen sie saure Böden wie Waldböden oder Moore vor.

Quelle : Wikipedia

Fotos: Pilztreff.de