Böhmische Verpeln bei Göttingen

absolute Rarität und  unter Pilzprofis so gut wie nie nachgewiesen.

Wir haben sie um Göttingen nachweisen können.

Diese Böhmische Verpel fanden wir am Wendebachstausee.

Ohnehin sind dort die Verpeln zahlreich vertreten. Wir beobachten dieses nun schon seit mehreren Jahren mit großer Freude. Da diese Pilzarten als selten und schützenwert gelten, hat uns natürlich auch die große Diskussion um das Ablassen des Stausees aus Kostengründen immer wieder beschäftigt.

Die Verpeln generell sind in der Pilzwelt auf der Roten Liste zu finden.

Wie finden Verpeln allgemein hier um Göttingen recht häufig. bezeichnen sie somit nicht als selten. Dennoch würden wir sie nie sammeln und verspeisen wollen- und legen das auch unseren Teilnehmern so nahe.

Ich bin zwar kein militanter Naturschützer- und werde es auch nicht werden-dennoch finde ich, dass es generell wenig Sinn gibt, Pilze sammeln verbieten zu wollen, wenn man aber gleichzeitig deren Lebensräume zerstört. Somit bin ich natürlich dagegen, dass das Ökosystem Wendebachstausee sich verändert.

Der Pilz ist nur da, wo es ihm gut geht. Es ist somit meiner Meinung nach unsinnig, dem Speisepilzsammler das Sammeln zu verbieten. Hierbei werden ja bei vernünftiger Entnahme und Vermeidung großflächigen Umgrabens nur die Fruchtkörper entnommen. Der eigentliche Pilz bleibt bestehen. Somit schadet das normalerweise nicht dem (geschützen) Pilz.

Aber wenn man ein Ökosystem, eine ökologische Nische verändert, dem Pilz quasi das Zuhause nimmt, indem man Stauseen ablässt, Dünger einbringt, extensiv Landwirtschaft betreibt, etc.... dann hat man den Effekt, dass es auch die entsprechenden Pilze nicht mehr gibt.

Somit sollten sich Natürschützer meiner Meinung nach mehr darauf konzentrieren, entsprechende Lebensräume zu erhalten, als einzelne Pilzarten schützen zu wollen. Ohne Lebensraum kein seltener Pilz.

 

 

 

 

400 und 1000 fache Vergößerung

 

 

 

Einzelne Spore 1000 fach vergrößert